Nettetaler Tafel

...Essen wo es hingehört

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Die Entstehung der Tafel

Geschichte

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n-tafel-logo100x100 Vor mehr als 30 Jahren entstand die Tafelidee in den USA. Inzwischen ist dort ein flächendeckendes, sehr professionelles System von Tafeln entstanden. Im Herbst 1993 kam die Idee nach Deutschland. Von einem Bericht über "New York City Harvest" fühlte sich eine Frauengruppe in Berlin angesprochen und so entstand in kurzer Zeit die erste deutsche Tafel an der Spree. Fünf Jahre später gibt es Tafeln in 100 deutschen Städten. Ein weiteres Jahr später (Februar 1999) sind es 200 Tafeln.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 16. April 2010 um 06:59 Uhr
 

Die Tafel Idee

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n-tafel-logo100x100 Der Lebensmittelhandel, der Großmarkt und die Bäckerei um die Ecke stellen Lebensmittel zur Verfügung, die am Ende des Tages übrigbleiben.

Die Tafeln sammeln diese überzähligen oder überproduzierten Lebensmittel, sofern diese noch verwertbar sind, und geben diese unentgeltlich - oder gegen einen symbolischen Betrag - an Bedürftige ab.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 16. April 2010 um 07:08 Uhr
 

Die Gründung der Nettetaler Tafel

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n-tafel-logo100x100Durch eine ausländerfeindliche Aktion in Kaldenkirchen im Sommer des Jahres 2000 ergab sich der Kontakt zur Ordensschwester Laetitia am Ort, die sich besonders der hier lebenden Asylanten und Asylbewerber angenommen hatte. Bei dieser Arbeit wurde sie mit den schlechten Lebensbedingungen dieser Menschen konfrontiert und suchte nach Menschen, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen wollten. Da sie ihren Arbeitsbereich über den genannten Kreis hinaus ausdehnte und von vielen Menschen in Notsituationen angesprochen oder auf sie hingewiesen wurde, gab sie einer Gruppe hilfsbereiter Menschen die Anregung, auch hier, wie sie es schon in Mönchengladbach vor einigen Jahren angeregt und umgesetzt hatte, eine Tafel für Nettetal zu gründen. Mit Hilfe des Ehepaares Panhuizen aus Mönchengladbach machte sie einige Interessierte einerseits mit der Grundidee der Tafel vertraut und machte Mut, diesen Weg zu beschreiten.

Die Stadt Nettetal ist ein Verbund aus 6 sehr unterschiedlichen und noch immer recht eigenständigen Ortsteilen mit insgesamt rund 42 000 Einwohnern. Die Idee der Tafel entstand auf Grund der oben geschilderten Umstände zunächst im Ortsteil Kaldenkirchen, doch es war bei den ersten Überlegungen sofort klar, dass eine Tafelgründung nur für die gesamte Stadt Nettetal sinnvoll sein würde. Aus diesem Grunde wurden zu den Vorgesprächen und zur Gründungsversammlung über die örtliche Presse, über caritative Vereine und Kirchengemeinden Interessierte in ganz Nettetal angesprochen und mit eingebunden.

Insgesamt rund 120 Personen wurden bisher für die Arbeit gewonnen, die seit Anfang an mitarbeiten oder für eine begrenzte Zeit tätig waren.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. Dezember 2010 um 08:02 Uhr
 

Die Grundsätze der Tafel

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n-tafel-logo100x100 Die Tafeln arbeiten ehrenamtlich, evtl durch Zivildienstleistende oder ABM-Kräfte unterstützt. Sie sind nicht an Parteien oder Glaubensrichtungen gebunden und helfen allen Menschen, die Hilfe bedürfen. An diese Hilfe werden keine Bedingungen geknüpft.

Die Arbeit der Tafel für Bedürftige und mit Lieferanten ist immer auf die Region bezogen. Durch Absprachen mit den Nachbartafeln in Viersen und Mönchengladbach wird das Entstehen einer Konkurrenzsituation vermieden. In regionalen Arbeitskreisen sollen die Tafeln Informationen und Erfahrungen austauschen. Die Bereitschaft zur Hilfe bei Tafel-Neugründung ist selbstverständlich.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 16. April 2010 um 07:09 Uhr
 

Die Entwicklung der Arbeit

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Mit der Eintragung in das Vereinsregister wurde die im März 2001 gegründete Nettetaler Tafel ein eingetragener Verein, der mildtätige und gemeinnützige Zwecke verfolgt. Weitere Mitglieder und Mitarbeiter wurden durch Presseberichte und persönliche Ansprache gewonnen. Durch den Kontakt zu verschiedenen Behörden des Stadt (Sozialamt und Ordnungsamt) sowie den Mitarbeitern in sozialen Brennpunkten erschloss sich der Kreis bedürftiger Menschen. Von etwa 40 am Anfang stieg die Zahl der Tafelkunden in 8 Jahren auf über 700. Die Supermärkte und anderen ortsansässigen Lebensmittelgeschäften wurde angesprochen und als Sponsoren für Lebensmittel gewonnen. Die Firma ESCH und die Bäckereien LEHNEN und VEKEN waren die ersten Spender, inzwischen unterstützen uns 20 Discounter und 5 Bäckereien. Mit einem Lieferwagen der Firma ESCH wurden in den einzelnen Stadtteilen die einzelnen Kunden an 3 Tagen in der Woche angefahren und mit den vorher eingeholten Lebensmitteln versorgt. Samstags  gab und gibt es noch den "Bäckertag" (Brot und Brötchen zum Wochenende aus den beteiligten Bäckereien). Seit dem Jahr 2002 kommen die Kunden zu festgelegten Haltestellen in den einzelnen Ortsteilen, insgesamt sind es 15 Haltepunkte: Breyell 4, Hinsbeck 2, Kaldenkirchen 3, Lobberich 4, Schaag 2.

Der LIONS-Club Nettetal und zahlreiche andere Sponsoren ermöglichten im Sommer 2002 die Anschaffung eines Ford-Transit - Kühlwagens, um die Lebensmittel vorschriftsmäßig transportieren zu können. Die wachsende Kundenzahl und das zunehmende Warenaufkommen machten 2005 die Anschaffung eines weiteren Fahrzeuges erforderlich: ein ehemaliges Paketauto tut gute Dienste. Der wachsende Arbeitsumfang erforderte auch eine Arbeitsstätte, die 2004 mit einer Lagerhalle in Kaldenkirchen gefunden wurde, die von Mitarbeitern bedarfsgerecht eingerichtet wurde. Als gemeinnütziger Verein ist die Tafel auf Geldspenden angewiesen. Hier dürfen wir uns bei vielen Spendern großer und kleiner Beträge bedanken. Diese ermöglichten 2005 die Anschaffung einer kleinen Kühlzelle, die 2007 durch eine größere ersetzt werden konnte. Im Jahre 2007 wurde in Grefrath der Grundstein für eine Grefrather Tafel gelegt, zunächst als Ausgabestelle, dann als Tafel in Trägerschaft der Nettetaler Tafel e.V. Zu Weihnachten 2007 wurde die Tafelarbeit um eine weihnachtliche Paketaktion unter dem Motto "Fröhliche Weihnachten für alle" erweitert, bei der Nettetaler Bürger Pakete für die Tafelkunden für ein schönes Weihnachtsessen packten. 2008 war die Resonanz noch erfreulich größer. Seit einigen Jahren hat die Nettetaler Tafel  auch einen Stand beim Kaldenkirchener "Lichterfest", der viel Zuspruch fand. Er ist auch für dieses Jahrwieder geplant. Die Notwendigkeit von Tafeln nimmt weiter zu, auch hier auf dem Lande, so entstanden auch Tafeln in Schwalmtal, Niederkrüchten und jetzt auch in Brüggen.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 28. November 2010 um 10:34 Uhr
 



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